Lufthansa Technik nach gutem dritten Quartal auf Kurs
Umsatz steigt in den ersten neun Monaten auf 6,8 Milliarden Euro, Adjusted EBIT verbessert sich auf 515 Millionen Euro trotz anhaltender Herausforderungen
Neue Kundenverträge, höhere Investitionen und weitere Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie Ambition 2030 stärken die Marktposition
Verbesserungsinitiativen und konsequentes Kostenmanagement unterstützen positive Geschäftsentwicklung
Nach einem gutem dritten Quartal liegt Lufthansa Technik stabil auf Kurs für das Gesamtjahr. Trotz anhaltender Herausforderungen durch Materialengpässe, Lieferverzögerungen und geopolitische Unsicherheiten verbesserte Lufthansa Technik Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro, das Adjusted EBIT stieg um 17 Prozent auf 515 Millionen Euro. Damit verbesserte sich auch die Adjusted EBIT-Marge auf 7,6 Prozent (Vorjahr: 7,4 Prozent). Der Anteil des Geschäfts mit konzernexternen Kunden lag bei 79 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent) und unterstreicht die starke Marktposition von Lufthansa Technik als weltweit führendem Anbieter technischer Dienstleistungen für die Luftfahrtindustrie. Auch die Investitionen stiegen im Berichtszeitraum um 15 Prozent auf 167 Millionen Euro (Vorjahr: 145 Millionen Euro) und spiegeln die weiterhin konsequente Umsetzung der Wachstums- und Performancestrategie Ambition 2030 wider.
„Wir haben nach den ersten neun Monaten ein gutes Ergebnis abgeliefert. Wir bleiben auf Kurs, auch wenn das Marktumfeld weiterhin ein hohes Maß an Disziplin und Flexibilität erfordert“, sagte Dr. Christian Leifeld, Chief Financial Officer von Lufthansa Technik. „Unsere Priorität bleibt profitables Wachstum – das leitet unsere Investitionsentscheidungen. Wir konnten wichtige Kundenbeziehungen ausbauen und unsere strategischen Wachstumsinitiativen vorantreiben, wodurch sich Umsatz und Ergebnis deutlich verbesserten. Gleichzeitig bleiben insbesondere die Folgen der geopolitischen Unsicherheiten und die dadurch derzeit eingetrübten Aussichten unserer Airline-Kunden belastende Faktoren für unser Geschäft, denen wir mit einem konsequenten Kostenmanagement, hoher operativer Disziplin und einer klaren Priorisierung unserer Ressourcen begegnen.“
Nach dem spürbaren Rückgang der Flugstunden im zweiten Quartal infolge der Nahost-Krise erholte sich die Geschäftsentwicklung saisonbedingt im Berichtszeitraum wieder etwas. Das Flugstundenvolumen lag jedoch leicht unter dem Niveau des dritten Quartals 2025. Wachstumstreiber waren vor allem die Triebwerksinstandhaltung und das nicht-flugstundenbasierte Komponentengeschäft.
Strategische Initiativen und nachhaltige Investitionen treiben Wachstum planmäßig voran
Lufthansa Technik setzte im Berichtszeitraum die Umsetzung der Strategie Ambition 2030 konsequent fort. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die neue 15-jährige Exklusivvereinbarung mit der kanadischen Flair Airlines über Triebwerks- und Digitaldienstleistungen für deren Boeing-737-MAX-8-Flotte, die mit LEAP-1B-Triebwerken ausgestattet ist. Der Vertrag unterstützt den weiteren Hochlauf des auf LEAP-1B-Instandhaltung spezialisierten Standorts von Lufthansa Technik Canada in Calgary und stärkt die Position von Lufthansa Technik in diesem Wachstumsmarkt.
Auch beim Ausbau der weltweiten Infrastruktur wurden weitere Fortschritte erzielt. Im August begann Lufthansa Technik mit dem Bau eines zweiten Standorts auf den Philippinen am Clark International Airport. Der neue Überholungsstandort soll 2028 den Betrieb aufnehmen und die Kapazitäten für die Wartung von Großraumflugzeugen in der Region Asien-Pazifik erweitern. Als Erstkunde des neuen Standorts ist Emirates vorgesehen. Die Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft wurde im Berichtszeitraum durch eine verlängerte Vereinbarung zur Instandhaltung der Airbus-A380-Flotte bis 2030 weiter gefestigt.
Langfristige Kundenpartnerschaften und stabile Nachfrage stärken die Marktposition
Zu den wichtigsten kommerziellen Erfolgen zählen beispielsweise die Verlängerung der Total-Component-Support-Vereinbarung mit Japan Airlines für deren Boeing-787-Flotte und ein langfristiger Vertrag mit Uzbekistan Airways über eine umfassende Komponentenversorgung für deren Boeing-787- sowie Airbus-A320ceo/neo-Flotten.
Auch im Verteidigungsgeschäft erzielte Lufthansa Technik wichtige Fortschritte beim Ausbau des Leistungsportfolios. Gemeinsam mit Boeing wurden die allgemeinen Vertragsbedingungen für die künftige Instandhaltung der neuen Schwerlasthubschrauber der Bundeswehr vom Typ Boeing CH-47F Chinook vereinbart. Mit der Zertifizierung als DEMAR-147-Ausbildungsorganisation durch das Luftfahrtamt der Bundeswehr kann das Tochterunternehmen Lufthansa Technical Training zudem nun technisches Fachpersonal für militärische Luftfahrzeugmuster ausbilden.
Stabiler Ausblick trotz anspruchsvollem Marktumfeld
„Für das Gesamtjahr erwarten wir weiterhin eine Ergebnisentwicklung deutlich über dem Vorjahresniveau. Getragen wird diese Entwicklung von einer globalen Nachfrage, unserem breiten Geschäftsportfolio, langfristigen Kundenverträgen sowie den Fortschritten unserer Wachstums- und Performanceinitiativen“, sagte Dr. Christian Leifeld.
Zum 30. September 2026 beschäftigte das Unternehmen 22.036 Mitarbeitende und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig begrüßte Lufthansa Technik 287 neue Auszubildende und dual Studierende und investiert damit weiterhin in die Qualifizierung von Fachkräften, um die steigende Kundennachfrage langfristig zu bedienen.
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Über Lufthansa Technik:
Der Lufthansa Technik Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter flugzeugtechnischer Dienstleistungen. Mehr als 22.000 Beschäftigte sind für den international zertifizierten Instandhaltungs-, Herstellungs- und Entwicklungsbetrieb an dutzenden Standorten rund um den Globus tätig. Das Angebot von Lufthansa Technik umfasst das gesamte Service-Spektrum für Verkehrs-, VIP- und Special-Mission-Flugzeuge. Dazu gehören die Wartung, Reparatur, Überholung und Modifikation sowohl von ganzen Flugzeugen als auch von ihren Triebwerken, Komponenten und Fahrwerken, sowie die Herstellung von innovativen Kabinenprodukten und eine digitale Flottenbetreuung.